Wer hat Interesse an Demokratie in Ägypten?

Wie leise sind doch die Proteste aus Brüssel und Washington gegen das gezielte Morden in Kairo? Bloß um den Schein zu wahren legen sie zeitweise ein wenig an Schärfe zu. Die Medienberichterstattung ist tendenziös und überwiegend Anti-Muslimbrüder und Pro-Militär. Vor Gläubigen und Theologen fürchtet man sich in aufgeklärten westlichen Ländern mehr als vor Generälen.

Radiobeitrag in: WDR 5, Politikum, 19. 8. 2013

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Sanfte Veränderung. Präsidentenwechsel im Iran

Militärputsch in Ägypten, politische Morde in Libyen, Massendemonstrationen in Tunesien, Bürgerkrieg in Syrien: So lauten derzeit die Schlagzeilen aus den islamisch geprägten Revolutionsländern. Zwar wäre es falsch, die Arabellion für gescheitert zu erklären, aber inzwischen müssen auch die größten Optimisten erkennen, dass die Wege, die zu Demokratie und Menschenwürde für alle führen, steinig und langwierig verlaufen.

Radiobeitrag in: WDR 5, Politikum, 5. 8. 2013

Anscheinend besser als Ägypten mit seinen zwei einander unversöhnlich gegenüberstehenden Blöcken meistert Tunesien den Übergang von Diktatur zu Demokratie. Aber auch in Tunesien gibt es Kräfte, die Mord für ein geeignetes Mittel der Durchsetzung von Interessen betrachten. → →

Veröffentlicht in Iran

Islamkonferenz: Nicht ohne unsere Vorurteile

Kurz vor Beginn der Islamkonferenz distanzierten sich mehrere Islamvertreter von deren Inhalten. Unter Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) stünde zu sehr das Thema Sicherheit im Vordergrund, so lautete die Kritik.

Radiobeitrag in: WDR 5, Politikum, 7. 5. 2013

Die einen wollen reden über Sicherheit und Gewaltprävention, über Fanatismus und Radikalisierung, die anderen über die Einführung islamischen Religionsunterrichts und Lehrerausbildungen, über Fragen, wie sie ihren Glauben in den deutschen Alltag integrieren können. Die Muslime Deutschlands hoffen endlich auf Fortschritte in der Anerkennung als Religionsgemeinschaft. → →

Die Pietà des Arabischen Frühlings

Zum Kommentar “Die Pieta des ‘Arabischen Frühlings'” in Die Presse vom 7. 9. 2012 über das Pressefoto 2011:

Wir stimmen überein, dass das preisgekrönte Pressefoto einen westlichen Blick auf die Vorkommnisse im arabischen Raum offenbart. Aber keineswegs ist diese Frau wegen ihrer Vollverschleierung ihrer Identität beraubt. Sie nennen ja sogar ihren Namen, der weltweit bekannt ist. Welches sprechendere Zeichen der Individualität gibt es als den Namen? → →

Islam statt daham

Eine Geistesgröße der Mehrheitsgesellschaft.

TMB-Kommentar zu "Islam statt daham" auf www.krone.at, 25. 5. 2011

Man stelle sich vor, die Online-Ausgabe einer muslimischen Zeitung bringt die Höhe- und Tiefpunkte der österreichischen Innenpolitik als filmische Serie. In einem der Videos sieht man den Reporter vor einer Marienstatue knien, Blick und gefaltete Hände himmelwärts gerichtet, ein Gebet karikierend. Nach einigen Sekunden erhebt er sich und meint: „Rein ergonomisch ist das überhaupt nicht meines“. Die abschließenden Worte eines seiner Gesprächspartner leitet der Reporter ein mit der Bemerkung: „Und für mich ganz persönlich noch ein Binsenvers aus dem Neuen Testament zum Abschied“. Im Abspann schließlich wird Gottes Größe verglichen mit der eigenen, in Metern gemessen. → →